Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gibt es erste Aufzeichnungen über die Maxglaner Schnalzer. Anfang der 1930er Jahre zog die Schnalzergruppe des Almfriedenvereins Maxglan durch die Salzburger Innenstadt, um den Brauch des Aper- bzw. Faschingsschnalzens bekannt zu machen.
Unter Obmann Bartl Kemetinger nahmen die Maxglaner Schnalzer an verschiedenen Festen teil, u.a. in Braunau am Inn (OÖ), Selztal (Stmk.) und, wie hier zu sehen, in Wien am Heldenplatz.
Da sich das laute Knallen der Goaßln immer größerer Beliebtheit erfreute, veranstaltete der Verein 1936 das erste Wettschnalzen auf den Greilbauern-Feldern hinter der Maxglaner Kirche. Die Schnalzer aus den Gemeinden Viehhausen, Liefering, Siezenheim, Gois, Siggerwiesen - Muntigl, Wals, Bergheim und Anthering zeigten vor rund 1500 Zuschauern ihr Können. In den Jahren 1938 und 1939 fanden weitere Wettschnalzen - ebenfalls in Maxglan - statt, wo bereits um das vom 1. Landes Trachtenverein gestiftete und bis heute erhaltene Wandergoaßl geschnalzt wurde. Nach den Preisschnalzen 1947 und 1955 fand 2010 unter Obmann Josef Modl das letzte Mal das Preisschnalzen in Maxglan auf dem Gelände der Stieglbrauerei statt.
Neben den beiden jährlichen Wettbewerben gibt es eine weitere jahrzehntelange Tradition der Maxglaner, die die Verbundenheit des Brauchtums mit der in Salzburg-Maxglan ansässigen Brauerei immer wieder aufs Neue stärkt - das Stiegl-Schnalzen. Auf Einladung der Familie Kiener besucht die Schnalzergruppe alljährlich am Faschingsdienstag die Brauerei, um gemeinsam mit einigen Maxglaner Vereinen und einer Abordnung der Trachtenmusikkapelle Maxglan den Winter auszutreiben und die Schnalzersaison zu beenden. Das Schnalzen erfreut sich nicht nur in den Landgemeinden, sondern auch in der Stadt Salzburg großer Beliebtheit.
Heute wird auf der Schnalzerwiese beim Stoibergut, wo sich auch das Vereinsheim befindet, von über 40 Mitgliedern, die sich in 4 allgemeine Passen gliedern, das Aperschnalzen betrieben. Daneben wird auch am Aufbau von Jugendpassen gearbeitet. Auf dieser Basis werden die Maxglaner dieses geschätzte Brauchtum noch viele Jahre pflegen.